Risse an der Alten Kirche - Evangelische Kirchengemeinde

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2006

Risse an der Alten Kirche


Zustandsbericht im März 2006 - dem Gottesdienstbesuch steht nichts im Wege
Als 1727 die drei Schiffe der 'Alten Kirche' benutzbar wurden, hatte die reformierte Gemeinde im rheinischen Teil Langenbergs eine 'neue Kirche'. Der verlängerte Kirchraum wurde an den alten, erhaltenen Chor der kleineren Vorgängerin nach Westen hin angebaut. Es fehlte ein Kirchturm. Die Mittel waren erschöpft.

1737 – siehe eine eiserne Zahl auf der Westseite des Turms – baute man einen sehr massigen Bruchsteinturm im Westen an. Er erhielt später einen hölzernen Helm mit Geläut. Das Kirchengrundstück war in seiner Länge eingeschränkt. Der alte Chor war Festpunkt im Osten und der Neubau kam im Westen der Hellerstraße bedenklich nahe. Die Bauleute hoben die Fundamente von Hand bis auf „gefühlten" festen Boden aus. Die Gründung war nicht sehr tief. Anfangs gab es eine Böschung zur Hellerstraße hin, die später durch die jetzt noch bestehende Stützmauer ersetzt wurde. Im Laufe der Jahrzehnte hat die Mauer sich verändert. Sie zeigt jetzt einen leichten Überhang. Um eine Gefährdung durch Einbruch zu verhindern, war die Stadt Velbert gezwungen für Abhilfe zu sorgen. Die Stadt hatte sich vor längerer Zeit verpflichtet, für den Erhalt des Kirchplatzes aufzukommen. Winkelstützmauern, die bei solchen Fällen oft Verwendung finden, konnten nicht eingesetzt werden. Der Fuß in Richtung Kirche, hätte eine Ausschachtung gefährlich nahe an die Turmfundamente gebracht.

Der Fuß in Richtung Hellerstraße hatte als Voraussetzung, die zahlreichen Versorgungsleitungen, die vor der Mauer liegen, zu verlegen. Man entschied sich für eine Festigung des Untergrundes durch Stahlbetonpfähle. Vor diese Pfähle sollte dann eine Wand aus Spritzbeton mit einer Bruchsteinverkleidung gesetzt werden. Bei den Bohrungen unter dem Turm fand eine Bewegung statt, die zu Rissen zwischen Turm und Kirchenschiff führten. Der Turm hat sich etwas abgesetzt.

Mehrere Gutachter hatten übereinstimmend festgestellt, dass der weiteren Benutzung der Kirche nichts im Wege steht. Alle Weihnachtsgottesdienste konnten stattfinden. Auch die Glocken dürfen wieder geläutet werden.
Zur Zeit beraten die beteiligten Sachverständigen, wie die Baugrundsicherungsarbeiten möglichst schonend beendet werden können. Im zweiten Schritt werden die entstandenen Schäden festgestellt und eine für die Gemeinde annehmbare Instandsetzungsmethode ausgearbeitet.
Es steht außer Zweifel, dass die Gemeinde ein voll nutzbares Gebäude zurück erhalten muss. Die Arbeiten und die Schadensbeseitigung werden noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Aussagen über einen Zeitrahmen wären leichtfertig.

(Werner van den Bruck, Vorsitzender des Bauausschusses)
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