Tauffest 06 2016 - Evangelische Kirchengemeinde

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Tauffest am 26.06.16 auf dem Hof zu Windrath

Wenn Familien (und nicht nur diesen) im Alltag etwas fehlt, dann ist dies oft eines: Die Zeit! Und so werden Dinge verschoben, die man doch eigentlich umsetzen möchte. Jetzt passt es gerade nicht, an dem anderen Termin ist die Tante in Urlaub, an wen müssen wir uns eigentlich wenden – und überhaupt: Ist es nicht eigentlich schon viel zu spät?? Nein, zu spät ist es nie und anderen geht es ganz genauso!
Ob es nun die herzliche Einladung der Gemeinde zu einem ganz besonderen Fest war oder ob es einfach nur reizvoll erschien, das ohnehin schon geplante Ereignis an einem ausgewöhnlichen Ort und in ganz besonderem Rahmen stattfinden zu lassen: 15 Familien mit 19 Täuflingen feierten am 26.06.16 ein außergewöhnlich großes, gemeinsames Tauffest auf dem Hof zu Windrath, direkt an der Windrather Kapelle.

Familie Bürgener hatte hierfür eigens ihre Scheune ausgeräumt - ein großer Dank auch an dieser Stelle hierfür! Viele fleißige Hände hatten zahlreiche Bänke aufgestellt, den schlichten Altar aus der Kapelle geholt und für die passende Dekoration gesorgt. Die Orgel musste aus verständlichen Gründen in der Kapelle bleiben, Herr Kantor Peter Nowitzki hatte sie für diesen Anlass gegen ein Keyboard getauscht.
Die zusätzliche musikalische Begleitung durch das CVJM Blasorchester, große Strohballen im Hintergrund, der Ausblick auf die grüne Landschaft durch die weit geöffneten Scheunentore und das leise Muhen der - etwas überraschten  - Kühe taten ihr Übriges, um den Gottesdienst zum Thema „Gott, dein guter Segen ist wie ein schöner Hut“ zu einem Ereignis mit ganz besonderer Atmosphäre zu machen.

In einer kleinen schauspielerischen Einlage „direkt aus dem Hutladen der Frau Strubinski“, erhielt jeder Kunde den zu ihm passenden Hut. Wann immer sich die imaginäre Ladentür - durch Fahrradklingel und verbalem „Palim palim“ akustisch veranschaulicht – öffnete, bekam z. B. der Ängstliche den mutmachenden Piratenhut, der Traurige, einen lustigen Hut oder der Unruhige, eine beruhigende Kuschelmütze. Alle Hüte waren völlig individuell, passten zum Träger, gaben Schutz und taten ihnen gut - eben ganz wie Gottes Segen. Und da kein Lied zu finden war, das von einem schützenden Hut handelt, hatte man ein Lied einfach um eine entsprechende, selbst getextete Zeile ergänzt…
Beide Pfarrer hatten so einiges zu tun, um die zahlreichen Täuflinge zu taufen und die jeweiligen Taufsprüche  vorzulesen. Nach dem Gottesdienst packten alle mit an, schleppten Tische und Bänke hinaus ins Freie und feierten unter freiem Himmel bei selbstgebackenem, von den Familien z. T. wunderschön dekorierten  „Tauf-Kuchen“ und Kaffee die Taufe. Grüne Papierhüte konnten für die jüngeren aber auch die älteren Täuflinge individuell gestaltet werden, um sie als Erinnerung an den schützenden, behütenden Segen und den Tag der Taufe mit zu nehmen.
Atmosphärisch nah‘ kam die Natur auch durch den Wechsel zwischen herrlichem Sonnenschein und heftigen Regengüssen, die die Scheune als „Ort des Geschehens“ als kluge Wahl rechtfertigte. Der sich ankündigende nächste Regenschauer erleichterte den fast vierhundert Gästen den Abschied von der gemeinsamen Feier und dem schönen Ort. Weitergefeiert wurde dann sicherlich in kleinerem Kreis und – hoffentlich - mit dem Gefühl, stets gut „behütet“ zu sein.

  

 

  



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